Fair Trade

Es war immer mein Credo, nur mit Betrieben  in Bolivien zu arbeiten,  die mit ihren Arbeiter/innen respektvoll umgehen. Das schließt ein:   faire Bezahlung, Sozialleistungen wie Lohnfortzahlung bei Krankheit, Mutterschutz, Urlaub, Krediterleichterungen, helle Arbeitsplätze etc.

Auf der anderen Seite konnten die Verantwortlichen der Werkstätten auch von mir erwarten, dass sie mit einer fairen und angemessenen Bezahlung ihrer Produkte rechnen konnten. Ich habe immer – ohne Preisverhandlungen (wie ich es teilweise bei anderen Großhändlern bedauerlicherweise beobachten konnte) – die mir vorgegebenen Preise diskussionslos akzeptiert, um den Menschen ein menschenwürdiges Dasein zu garantieren. Außerdem: Kinderarbeit tabu!

Da ich mehrere Jahrzehnte vor Ort lebte, konnte ich mir durch regelmäßige Besuche der Werkstätten ein überzeugendes Bild machen.

Es erscheint mir im übrigen wichtig, dass die natürlichen Ressourcen – und dazu gehören auch die Alpaka-, Lama- und Pimabaumwollfasern- im Lande selbst verarbeitet werden, um diesen Ländern den Mehrwert ihrer landeseigenen Schätze zu erhalten.

Zu Beginn meiner Geschäftsbeziehungen Ende der 80er Jahre musste mit Telex und etwas später – was für ein Segen - mit Faxgeräten kommuniziert werden. Telefonate zwischen Deutschland und Bolivien waren viel zu teuer, um Details zu besprechen. Heutzutage  laufen unkomplizierte Geschäftskontakte über e-mail-Kommunikation und kostenlose social-media Telefonate!                                                                                                                                 Ein Glück, denn so kann ich auch heute noch die vertrauensvollen  und liebevollen Beziehungen zu den Menschen aufrechterhalten, mit denen ich über 30 Jahre lang freundschaftlich verbunden war, auch wenn ich den Groß- und Importhandel vor ein paar Jahren an einen Jüngeren abgegeben habe. Kontakthaltung ist Herzenssache!